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Autoimmunbedingte, entzündliche rheumatische Erkrankungen

 

Durch eine Störung des Immunsystems greift der Körper eigene Strukturen wie die Gelenkinnenhaut (Rheumatoide Arthritis) an. Diese sogenannten Autoimmunkrankheiten können in Form der Kollagenosen auch als systemische Erkrankungen auftreten, bei denen nicht nur ein Organ oder eine Körperregion, sondern gleichartige Gewebe in vielen verschiedenen Organen Ziel des fehlgeleiteten Immunsystems sind. Beispiele solcher Erkrankungen sind:

 

-           Rheumatoide Arthritis (chronische Polyathritis)

-           Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)

-           Psoriasis-Arthropathie

-           Juvenile idiopathische Arthritis

-           Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen) und Vaskulitiden (entzündliche Gefässerkrankungen) wie: Lupus erythematodes, Sklerodermie,

            Sjögren-Syndrom, Polymyositis und Dermatomyositis, Mischkollagenose, Vaskulitiden, Polymyalgia rheumatica/Arteriitis temporalis



Rheumatische Erkrankungen der Weichteile


Fast jeder Mensch hat schon einmal weichteilrheumatische Beschwerden, wie zum Beispiel Muskelverspannungen, erlebt. Sie treten besonders am Rücken, an den Hüften, den Schultern, aber auch in der Umgebung von Kiefer, Ellbogen, Hand, Knie und Sprunggelenken auf. Als Weichteile sind Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden, Schleimbeutel, Bänder, Binde- und Fettgewebe betroffen.

 

Die Gewebestrukturen werden in der Regel nicht zerstört, vielmehr handelt es sich um Funktionsstörungen. Beispiele solcher Erkrankungen sind:

 

-           Fibromyalgie (chronische Schmerzerkrankung des Gelenk- und Bewegungsapparates)

-           Sehnenansatzreizungen (Insertionstendinopathien) wie z.Bsp. beim Tennisellbogen

-           Schleimbeutelentzündungen



Knochenstoffwechselerkrankungen : Osteoporose

 

Es handelt sich hierbei um eine Störung des Auf-/Abbaus der Knochensubstanz. Klassischer Vertreter ist die Osteoporose (Knochenschwund). Diese schleichend auftretende Erkrankung baut im ganzen Skelett Knochensubstanz ab und verändert die Struktur der Knochen. Diese werden porös, instabil und laufen Gefahr, bei geringer Belastung oder sogar ohne erkennbare Ursache zu brechen. Jede 2. Frau und jeder 5. Mann ab dem 50. Lebensjahr erleidet infolge einer Osteoporose im Laufe seines Lebens einen Knochenbruch.



Verschleissbedingte (degenerative) rheumatische Erkrankungen : Arthrosen

 

Unter Arthrosen versteht man die Gelenkerkrankungen, die durch eine grossflächige Knorpelschädigung eines Gelenkes gekennzeichnet sind.

Meist sind Knie- und Hüftgelenke betroffen, selten Fussgelenke oder Gelenke an den oberen Extremitäten. Die Häufigkeit der Arthrose nimmt im Alter zu.



Stoffwechselstörungen, die mit rheumatischen Beschwerden einhergehen

 

Am häufigsten und bekanntesten ist hier die Gicht. Schätzungsweise jeder dritte Patient mit hoher Harnsäure im Blut weist Kristallablagerungen in den Gelenken auf, die zu Entzündungen und Funktionseinschränkungen führen. Weitere Stoffwechselstörungen sind hormonelle, endokrine Gelenkerkrankungen bei Überfunktion der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse und Diabetes. Auch die erbliche Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) fällt in diese Gruppe.



Rückenschmerzen

 

 

Über 90% der Erwachsenen leiden im Laufe ihres Lebens einmal oder mehrmals an Rückenschmerzen. Meist verschwinden die Schmerzen nach einigen Tagen bis Wochen. In 85% der Fälle ist das eine Folge mangelnder Bewegung oder falscher Körperhaltung. In 15% der Fälle jedoch steckt eine Veränderung an der Wirbelsäule (z.Bsp. eine Diskushernie oder eine Spinalkanalstenose) oder eine Krankheit im Körper (meist Abnützung oder Entzündung) hinter Rückenschmerzen.